Deutsch  für Ballkünstler
Deutsch-Unterrichtsmaterialien für ausländische Fußballprofis

Willkommen bei "Deutsch für Ballkünstler"!

Heute ist „Deutsch für Ballkünstler“ bei Klubs wie dem VfL Wolfsburg, Bayer Leverkusen oder dem Hamburger SV im Sprachunterricht zum Standardwerk geworden – und bei ausländischen Spielern äußerst beliebt. (DIE WELT)

 


Verbessern Sie die Deutsch-Kenntnisse Ihrer ausländischen Spieler schnell und effektiv mit unseren Lehrmaterialien!

 

"Deutsch für Ballkünstler" ist ein seit über 10 Jahren erprobtes Lehr- und Lernkonzept, das von Wissenschaftlern der Universität Dortmund in Kooperation mit dem Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen entwickelt und umgesetzt wurde. Im Mittelpunkt steht ein inhaltlich, methodisch und didaktisch speziell auf die Bedürfnisse ausländischer Fußballprofis zugeschnittenes Lehrmaterial, mit dem die Spieler schneller und effektiver sprachlich in die Abläufe eines Bundesliga-Vereins integriert werden können.

Auf diesen Seiten erfahren Sie Hintergründe zu dem Konzept, zudem werden Sie auszugsweise Materialien und zahlreiche Pressezitate finden.

Viele Vereine der Ersten und Zweiten Fußball-Bundesliga in Deutschland sowie in Österreich arbeiten bereits erfolgreich mit "Deutsch für Ballkünstler".

Die Lehrmaterialien sind in erster Linie auf die Bedürfnisse und Notwendigkeiten des neu verpflichteten, nicht oder nur rudimentär Deutsch sprechenden Spielers zugeschnitten. Für die Vereine ergeben sich unmittelbare Vorteile aus der neuartigen Konzeption des gezielten Spracherwerbs im Bereich der Fußballersprache. So werden mit dem Konzept "Deutsch für Ballkünstler" neue Spieler gezielt gefördert und bereits im Verein befindliche Spieler neu motiviert, Deutsch zu lernen.


"Deutsch für Ballkünstler" bietet folgende Vorteile:

  • Der ausländische Spieler fühlt sich durch die schnell erlernte Fähigkeit, in deutscher Fußballsprache zu kommunizieren, binnen kurzer Zeit wohler, ist motivierter und somit auch leistungsbereiter.
  • Durch Anwendung der Unterrichtsmaterialien erfolgt im wichtigsten außersportlichen Integrationsbereich, dem Bereich der Sprache, eine systematische Förderung. So werden die Gesamtbemühungen und -maßnahmen des Vereines auf dem Weg zu einer möglichst schnellen Integration des Spielers positiv verstärkt und unterstützt. Die Tendenz zur häufig beobachteten 'Cliquenbildung' mit Spielern gleicher Muttersprache soll darüber hinaus in dieser Weise untergraben werden.
  • Durch das kontinuierliche Lernen deutscher (Fußball-) Sprache steigt die Wahrscheinlichkeit um ein Vielfaches, dass die Kommunikation zwischen Spieler und Trainer bzw. den Verantwortlichen des Vereins hergestellt und/oder verbessert wird. Das bezieht sich einerseits auf das Verständnis im Rahmen von Trainings- und Wettbewerbssituationen, andererseits aber auch auf die zwischenmenschlichen  Kontakte des neu verpflichteten Spielers zu seinen Mannschaftskameraden.
  • Die Fähigkeit des ausländischen Spielers, sich in deutscher Sprache zu verständigen, fördert die Identifikation der Fans mit der eigenen Mannschaft (Verringerung des Legionärs-Images) und steigert in Kombination mit erhöhter Leistungsfähigkeit den Marktwert des einzelnen Spielers, gerade auch im Bereich der Einzelvermarktung.
  • Die Professionalität und Effektivität im Arbeitsbereich der Spielerbetreuung wird insgesamt erhöht.


Die Lehrerinnen arbeiten mit dem "Deutschbuch für ausländische Ballkünstler", das Uwe Wiemann als Doktorand an der Uni Dortmund mit Kollegen und Praktikern aus der Umgebung entwickelt hat. Wiemann hatte in der Saison 2000/2001 von seinem Platz auf der Dortmunder Südtribüne aus gesehen, wie Dortmunds Trainer Matthias Sammer mit Einwechselspieler Evanilson per Dolmetscher sprach. Wiemann staunte: "Die Vereine geben Millionen für neue Spieler aus, und sind, was das Deutsch-Lernen anbelangt, so nachlässig, dass ein Spieler wie Evanilson nach eineinhalb Jahren noch nicht genug gelernt hat, um die Anweisungen seines Trainers zu verstehen." Wiemann wandte sich an Frank Ditgens, der bei Bayer Leverkusen die Betreuung der ausländischen Fußballer koordiniert und mit den Lehrbüchern unzufrieden war. Als Lucio, damals noch bei Leverkusen, im Lehrbuch das Bild einer Waschmaschine sah, sagte er: "Lass mich damit zufrieden", und schwänzte den Unterricht. "Sie müssen einen Spieler, der in der Seleção und der Champions League spielt, ein Lehrbuch geben, das ihn motiviert", sagt Ditgens.

(taz)